Spekulationen über einen Zusammenschluss von Emirates und Etihad steigen

Die Corona-Pandemie bringt viele Fluggesellschaften an ihre Grenzen. So leidet auch Emirates Airlines (EK) aufgrund ihrer großen A380-Flotte, die wegen mangelnder Marktnachfrage nicht rentabel betrieben werden kann. Eine Fusion mit Ethiad Airways könnte die Lösung sein - doch noch verhindern Rivalitäten diesen Schritt.

Bisher warb EK mit der größten A380-Flotte der Welt. Doch in Zeiten von Corona lassen sich die Riesenflieger nicht mehr profitabel füllen. Wie schwierig die Situation um Emirates bestellt ist, lässt sich auch daran erkennen, dass die Airline massiv Arbeitsplätze abbaut. Bis zu 9000 Jobs sind bedroht. Das entspricht fast 15 Prozent der Mitarbeiter.

Eine mögliche Alternative wäre kleinere und betriebswirtschaftlich effizientere Flugzeuge zu leasen, die den aktuellen Marktgegebenheiten entsprechen, wie z.B. der A350 oder die B787 von Boeing, oder - optional - eine Fusion mit dem Nachbarn Etihad in Erwägung zu ziehen. Wirtschaftlich würde eine Fusion der beiden Airlines Sinn ergeben: Emirates besitzt die große Flotte an Langstreckenfliegern, Etihad hat sich auf kürzere Strecken mit entsprechenden Maschinen spezialisiert. Zusammen könnten alle Bereiche abgedeckt werden. Diese Option lag jedoch bereits während der Finanzkrise, die 2008 ausbrach, auf dem Tisch, wurde aber von den Machthabern Dubais verworfen, die beschlossen, die Vorstöße des benachbarten Abu Dhabi, in dem eine Fusion von EK und Etihad befürwortet wurde, abzulehnen.

Gefangen zwischen dem Dilemma einer sinkenden Passagiernachfrage und einer Flotte, die nicht zu niedrigen Passagierzahlen passt, muss EK schnell handeln, um zu vermeiden, dass durch den weiteren Betrieb der A380 Verluste das Geschäft überschatten.

Quelle: www.focus.de, www.cargoforwarder.eu

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