DSLV-Luftfrachttagung / Nationale Auslegung der EU-Luftsicherheitsvorschriften

Verlader und Spediteure der Luftfrachtbranche haben sich am 12. November 2019 zur 6. DSLV-Luftfrachttagung in Frankfurt am Main getroffen. Auch unsere Kollegen Tim Bräuer (Niederlassungsleiter IPSEN AIR LOGISTICS GmbH Kelsterbach) und Jonas Siegle (Niederlassungsleiter IPSEN AIR LOGISTICS GmbH Filderstadt) waren mit von der Partie um über unterstützende Luftfrachtprogramme und Luftsicherheit zu sprechen.

Vor allem die Umsetzung der EU-Luftsicherheitsverordnung beschäftigt die Branche nicht nur auf der Tagung stark, denn es ergeben sich dadurch erhebliche Nachteile für deutsche Luftfrachtspeditionen im internationalen Wettbewerb und macht die Luftfrachtprozesse in Deutschland schlichtweg ineffizient.

So bemängelt die Branche zum Beispiel, dass die Verordnung 2015/1998/EU durch das deutsche Luftsicherheitsgesetz restriktiver ausgestaltet wurde als durch die entsprechenden Anwendungsgesetze im EU-Ausland und das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) legt strenge Maßstäbe an, die sonst in der EU nicht gelten. Auch das Antragsverfahren zur Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) ist in Deutschland langwierig und aufwändig für Luftfrachtspeditionen im europäischen Vergleich. Hinzu kommt die Streichung des Sonderkontrollverfahrens durch das Luftfahrt-Bundesamt, mit dem bestimmte Aircargo-Sendungen im europäischen Vergleich eine deutliche wettbewerbliche Einschränkung für deutsche Luftfrachtspediteure und –abfertiger darstellt.

Es ist nicht das Ziel Sicherheitsniveaus abzumildern, jedoch sollten die Wettbewerbsbedingungen durch eine gleichartige Umsetzung des europäischen Rechts gleich sein.


Quelle: VBSp-Rundschreiben Nr. 258/19 vom 13. November  2019

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